Startseite PDF Drucken E-Mail

Die Band, ihre Konzerte und der deutschsprachige Blues

Mal slow, mal rockig, aber immer blue – die Konzerte der Nobby Stiles Bluesband sind eine Hommage an den Großstadt-Blues von Muddy Waters bis B. B. King. Auf der Bühne beweisen die fünf Musiker aus dem Rhein-Main-Gebiet schon seit Jahren, dass sie das Genre beherrschen. Groovende Rhythmen, zupackende Gitarren- und filigrane Harpsoli kennzeichnen ihre Auftritte.

Nach der Veröffentlichung einer ersten CD ("Ach so ...?!" bei Taunus Records, zum Shop) geht die Band neue Wege und erweitert ihr Repertoire mit eigenem deutschsprachigen Blues. Mit ironischen, bitteren und auch mal nüchternen Texten kurven die Songs (hier eine Hörprobe) durch ein Land, dem es nach offizieller Lesart ja so gut geht. „Ach so ...?!“ legt den Finger in die Wunde, die die bundesdeutsche Sozialpolitik reißt. Kommt jemand ins Grübeln? Weit gefehlt – Hauptsache, die Arbeitsmarktstatistik stimmt.

Und die Politiker selbst? Wie kommen die zu ihren Entscheidungen? Wieviele erhalten „das sichere Mandat“ durch die Hilfe des einen oder anderen Lobbyisten, der die Gesetzestexte diktiert? Da hebt man im Bundestag gerne den Arm bei der Abstimmung über Rüstungsexporte oder der Freigabe für Genversuche.

„Mein Gott, selbst im Dreck gibt es noch zweiter Klasse“, heißt es in der „Bremer Reihe“. Diese Straße stand in Hamburg jahrelang als Synonym für den Strich der Drogenszene. Nicht weit von der glitzernden Scheinwelt der Reeperbahn verkaufen die Abhängigen für wenig Geld ihren Körper. Das lässt keinen Blueser kalt.

Kalt läuft es einem dagegen den Rücken bei der Erinnerung an Kindheit und Jugend im "Heimatland" der 60er Jahre herunter, als hierzulande noch Lehrer aus der Nazizeit unterrichteten. Wenigstens beim Spiel ließ sich der Schulalltag vergessen. Fußball auf der Straße gehörte dazu. Die Vorbilder waren damals echte Typen. Und so verneigt sich die Band vor Nobby Stiles, dem englischen Nationalspieler und Weltmeister von 1966.

 

Noch mehr erfahren? Eine "Kurzdoku" gibt Auskunft:

Vielen Dank an Johannes Kubin, der die Videos (Das sichere Mandat/Ach so ...?!) und das Bandporträt kreiert hat. Thomas Keck gilt der Dank für das Video "Heimatland".

 

Geplante Konzerttermine 2020 der Nobby Stiles Bluesband (von den Veranstaltungsabsagen wegen des Coronavirus sind auch unsere Konzerte betroffen.)

- 4. April, 16 Uhr, KulturTreffCafé im "Haus der Volksarbeit", Frankfurt (abgesagt)

- 25. April, nachmittags bei der Whisky Fair in Limburg (abgesagt)

- 7. August, 20 Uhr, Bernemer Blues & Folknight, Frankfurt

- 22. August in Laubach (Details folgen)

Wir sehen uns hoffentlich bald mal wieder. Bleibt gesund!


"Playtime - das kleine Bluesorchester"

Musiker der Nobby Stiles Bluesband setzen mit der Akustik-Band „Playtime“ zusätzliche musikalische Farbtupfer aus der Geschichte von Blues und Rock. Infos und alle Termine gibt's auf der eigenen Playtime-Website. (Auch hier mussten die ersten Konzerte wegen der aktuellen Lage abgesagt werden.)